Ein kleiner Männer-Guide zur Perimenopause
Kleiner Männerguide ;)
Oder: Wie du deine Partnerin garantiert NICHT unterstützt 😉
Falls du dich in letzter Zeit fragst:
„Warum ist plötzlich alles anders?“
„Wieso ist sie so gereizt?“
„Und weshalb kann ein falsch eingeräumter Geschirrspüler offenbar eine mittlere Beziehungskrise auslösen?“
Willkommen in der Perimenopause.
Eine Lebensphase, auf die erstaunlich viele Frauen – und noch mehr Männer – ziemlich schlecht vorbereitet sind.
Deshalb hier ein kleiner, nicht ganz ernst gemeinter Leitfaden.
So unterstützt du deine Partnerin garantiert NICHT
1. Erkläre ihr ihre Gefühle
Sätze wie: „Das bildest du dir nur ein.“ oder: „Du reagierst gerade über.“ ,sind fast immer eine hervorragende Idee … wenn dein Ziel maximale Distanz ist.
Denn nein: Sie „übertreibt“ meistens nicht. Ihr Körper und Nervensystem leisten gerade schlicht enorm viel.
2. Löse sofort jedes Problem
Sie erzählt dir, dass sie erschöpft ist?
Perfekter Zeitpunkt für: „Dann musst du halt früher schlafen.“ oder: „Mach doch einfach mehr Sport.“
Frauen in der Perimenopause (und sonst auch übrigens) wünschen sich oft nicht sofort Lösungen.
Sondern zuerst Verständnis.
Manchmal reicht ein ehrliches: „Das klingt gerade wirklich anstrengend. Wie kann ich dich unterstützen?“
3. Nimm alles persönlich
Weniger Geduld. Mehr Rückzug. Weniger Energie. Mehr Reizbarkeit.
Und sofort denkt das Gehirn: „Sie liebt mich nicht mehr.“
Spoiler: Sie macht das nicht extra und es bedeutet auch nicht automatisch, dass sie dich nicht mehr liebt.
Deine Partnerin kämpft mit mehr, als sie dir vermutlich sagt.
Auch wenn sie Nähe wollen, ist es aktuell schwer, diese auch zuzulassen.
Die Perimenopause verändert vieles. Auch Schlaf, Stressregulation, Belastbarkeit und Emotionen.
Und ja – das wirkt manchmal auch in die Beziehung hinein.
4. Hoffe einfach, dass es vorbeigeht
Klassiker.
Nicht darüber reden. Nichts nachfragen. Bloss keine Gefühle, kein “Drama”.
Vielleicht löst sich ja alles magisch von allein.
Sorry, tut es nicht.
Was hingegen helfen kann: Neugierig bleiben. Fragen stellen. Mitlernen. Verstehen wollen. Sie ermutigen, sich die ärztliche Unterstützung und Abklärung zu holen, die sie braucht.
Und bevor ihr euch ganz verkachelt: Sucht euch unterstützung!
5. Vergiss nicht, dass auch kleine Dinge zählen
Eine Umarmung. Ein Kaffee. Ein ehrliches Zuhören. Ein: „Wie geht es dir eigentlich wirklich?“
Klingt unspektakulär.
Macht aber oft einen grösseren Unterschied als gedacht. Probier`s aus ;)
Und jetzt ernsthaft:
Die Perimenopause ist keine Kleinigkeit. Sie ist eine tiefgreifende biologische und mentale Veränderung.
Und viele Frauen fühlen sich in dieser Phase ziemlich allein oder missverstanden.
Deshalb ist das Wertvollste oft nicht die perfekte Lösung. Sondern das Gefühl:
„Wir gehen da gemeinsam durch.“
War das hilfreich? Ich freue mich über eine Nachricht von dir :)
Liebe Grüsse
Sabine

