DAS verändert sich in eurer Beziehung während der Perimenopause

und was dann hilfreich ist.

Du hast dir vielleicht vorgestellt, dass wenn:

  • die Kinder aus dem Gröbsten raus sind

  • dein Partner endlich Fuss in seinem Job gefasst hat

  • dein Partner in Pension gegangen ist

Du

  • endlich wieder ein bisschen mehr Luft zum Atmen hast

  • Dich nicht immer noch um “alles” und “jeden” kümmern musst

  • mehr Zeit für dich und deinen Projekte hast

  • Ihr wieder mehr Zeit gemeinsam geniessen könnt


Aber irgendwie...ist es nicht mehr dasselbe.

1. Die Wechseljahre verändern deinen Körper und deine Bedürfnisse

Dein Körper verändert sich und reagiert. Ebenso dein Nervensystem.

  • Wenn das Progesteron sinkt - unser “Chill Hormon”, hast du deutlich weniger Puffer für stressige Situationen im Alltag.

  • Emotionen wirken intensiver: Ärger, Traurigkeit oder Frust treten schneller auf, manchmal ohne klaren Auslöser.

  • Energielevel schwankt: An manchen Tagen bist du leistungsfähig, an anderen erschöpft – oft ohne erkennbaren Grund.

  • Lust auf Intimität ist gleich null und doch wünscht du dir mehr Nähe mit deinem Partner.

  • Belastbarkeit verändert sich: Dinge, die früher leicht gingen, kosten jetzt mehr Kraft, Planung oder Pausen.

Was das bei dir auslöst:

  • Du hinterfragst plötzlich Dinge, die du jahrelang nebenbei mitgetragen hast.

  • Du hast dich gekümmert und dich hintenangestellt- für Freunde, für Familie, für deinen Partner. Das soll sich jetzt ändern.

  • Du willst nicht mehr als “Eh-da-Faktor” betrachtet werden, denn deine Bedürfnisse sind auch wichtig.

  • Darum sagst du öfters “Nein” oder ziehst dich zurück, weil es dir Zuviel wird.

2. Und diese innere Veränderung wirkt sich auch nach Aussen aus. Auf deine Beziehungen, deine Partnerschaft.

Wechseljahre sind wie eine Lupe: Sie verstärken, was vorher schon da war – unausgesprochene Erwartungen, ignorierte Bedürfnisse, kleine Verletzungen, ungelöste Themen.

Die gilt es anzugehen - nicht zu ignorieren. Auch wenn es unbequem ist.

Es geht nicht nur drum die Symptome zu bekämpfen – sondern genau hinzuschauen, Geduld für dich und andere mitzubringen.

Denn es gibt keinen Quick-Fix.

Aber Hoffnung.

Du kannst die Veränderung positiv für dich und deine Beziehung nutzen.

3. Was nun für dich wichtig ist

  1. Du bist nicht kaputt - du befindest dich im Umbruch. Innerlich, wie körperlich. Das ist eine tiefgreifende Veränderung und soll und muss ernst genommen werden.

  2. Tracke deine Symptome: Fühlst du dich vor deiner Menstruation besonders gereizt? Wann treten die anderen Symptome auf und wie häufig? Das sind wertvolle Angaben für den Besuch bei einer Fachperson.

  3. Welche Belastungen sind aktuell vorhanden? Welche Möglichkeiten gibt es diese auf mehrere Schultern zu verteilen? Rede darüber auch mit deinem Partner.

  4. Kläre bei deiner Frauenärztin den Stand deiner Hormone ab und lass dich gezielt darin begleiten. Falls - was leider oft der Fall ist - deine Werte “in der Norm” liegen, du aber leidest, dann ist das Grund genug, dass du Begleitung und Beratung bekommst. Punkt.

  5. Suche dir ggf. eine Zweitmeinung bei einer anderen Frauenärztin oder Beratungsstelle.

4. Was ihr gemeinsam tun könnt

Benennt eure Bedürfnisse

Sprecht dabei in Ich-Botschaften. (Nutze auch diese Hilfe dazu, wenn dir das schwerfällt: Schwierige Gespräche führen)

Nicht: „Du bist nie da für mich.“
Hilfreicher: „Ich merke, dass mir Zuwendung fehlt. Ich fühle mich allein.“

Dein Partner hat die Veränderung auch gespürt, wenn auch er sie vielleicht nicht gleich in Worte fassen kann.

Teilt Verantwortungen gegebenenfalls neu auf

Aufgaben sind nicht in Stein gemeisselt. Ihr könnt einander unterstützen, indem ihr eine andere oder neue Verteilung angeht. Seid dabei kreativ. Unter Umständen kann auch mal etwas weggelassen werden. Ziel ist nicht eine Kritik am andern, sondern eine gegenseitige Unterstützung.

Redet über das, was nicht sexy ist

Hormone, Erschöpfung, Libidoverlust – sprich an, was aus dem Lot gekommen ist und sucht gemeinsam neue Wege.

  • Was hat sich verändert?

  • Was wünscht ihr euch für eure Beziehung?

  • Wie könnt ihr einander dabei unterstützen?

Zuhören und nicht werten. Nachfragen erlaubt. Es geht nicht um Ablehnung des Ist-Zustandes, sondern um Neuanfang: Entdeckt einander und auch eure Sexualität neu. Vielleicht möchtet ihr anderes ausprobieren und aus der “Routine” ausbrechen. (Die hat beinah jedes Paar ;))

Intimität beginnt nicht im Bett – sondern in der Begegnung

Intimität entsteht nicht allein durch Dates oder Blumensträusse.
Sondern durch echte Gespräche. Zuhören. Verständnis.
Und die Bereitschaft, sich gegenseitig neu kennenzulernen – auch nach Jahren.

Gebt euch Zeit

Ihr seid nicht unter Zeitdruck “alles richtig zu machen”. Ihr dürft eurer Beziehung Zeit geben, sich an die Veränderung anzupassen.

Das bedeutet nicht Resignation, sondern gezielte und bewusste Neuausrichtung.

Holt euch Support – bevor ihr total am Limit seid

Ein gutes Gespräch ist Gold wert.

Ein gutes Paarcoaching auch.
Nicht weil ihr „kaputt“ seid – sondern weil ihr in einer Umbruchphase steckt, die neue Strategien braucht.

Weil du dich veränderst.
Und er auch.

Fazit: Beziehung braucht Zuwendung – besonders jetzt.

Wenn du die Auswirkungen der Wechseljahre ignorierst, wird deine Beziehung das spüren.
Nicht weil du anstrengend bist. Sondern weil du dich sonst selbst verlierst – und damit auch ein Stück “Wir”.

Aber:
Was du erkennst, kannst du gestalten.
Was du ansprichst, kann geklärt und verändert werden.

Lust auf neue Nähe statt Verwirrung und Distanz?

Dann gibt`s verschiedene Möglichkeiten:

  1. Meldet euch für Wir-Zeit statt Netflix an. Hoch vom Sofa und rein in die Beziehung ;)

  2. Oder meldet euch bei uns für eine unverbindliches Erstgespräch: Kontakt aufnehmen

  3. Du möchtest dir erst selbst klar werden, was sich verändert hat? Kein Problem: Melde dich unverbindlich bei mir.

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Du darfst....! Was du dir in der Perimenopause neu erlauben kannst.