Ein kleiner Überlebensguide für die Perimenopause
Oder: Warum du nicht plötzlich „zu empfindlich“ geworden bist 😉
Falls du dich in letzter Zeit fragst:
„Warum bin ich plötzlich so erschöpft?“
„Wieso rege ich mich über Dinge auf, die mich früher kaum gestört haben?“
„Und weshalb könnte mich das Geräusch, wie jemand kaut oder laut atmet, spontan in den Wahnsinn treiben?“
Willkommen in der Perimenopause.
Eine Lebensphase, über die erstaunlich wenig gesprochen wird – obwohl sie jede Frau betrifft.
Und nein: Du bildest dir das nicht ein!
Eine Kundin von mir, nachdem die Resultate ihres Speichel-Hormontestes vorlagen:
“Ich bin so froh, dass ich schwarz auf weiss habe, dass ich mir das nicht einbilde!”
Die Erleichterung war gross.
Darum streiche in dieser Phase bitte folgende Sätze::
1. „Ich müsste das doch besser im Griff haben.“
Müsstest du nicht. Denn dein Körper leistet gerade enorm viel.
Hormonelle Veränderungen beeinflussen nicht nur den Zyklus, sondern oft auch:
Schlaf
Energie
Emotionen
Konzentration
Stressregulation
Belastbarkeit
und Beziehungen
Kein Wunder also, dass sich manches anders anfühlt als früher.
2. „Mit mir stimmt etwas nicht.“
Viele Frauen erleben genau diesen Gedanken. Weil:
sie sich selbst plötzlich fremd vorkommen
sie schneller gereizt sind
Rückzug brauchen
weniger gut mit Stress umgehen können
Oder emotional empfindlicher reagieren.
Doch du bist nicht „du falsch“.
Du befindest dich schlicht in einer grossen körperlichen und emotionalen Umbruchphase. Das zehrt!
3. „Ich muss einfach nur stärker sein.“
Wirklich? Die meisten Frauen tragen ohnehin schon unglaublich viel.
Familie.
Beziehung.
Beruf.
Organisation des Alltags
Emotionale Verantwortung.
Die Perimenopause kommt nicht selten genau in einer Lebensphase dazu, die ohnehin fordernd ist.
Kinder ziehen aus
Eltern werden pflegebedürftig
berufliche Herausforderungen
usw.
Deshalb geht es NICHT darum
noch stärker zu werden
dich selbst noch mehr zu optimieren
dich einfach zusammenzureissen
Sondern eher darum, dich neu kennenzulernen und freundlicher mit dir selbst umzugehen und gesunde Grenzen zu definieren.
Wenn das dein Thema ist, könnte dich folgender Workshop interessieren: “Mein innerer Garten”
4. „Ich darf niemandem zur Last fallen.“
Doch. Du darfst Bedürfnisse haben!
Du darfst sagen:
„Ich bin müde.“
„Ich brauche Ruhe.“
„Ich brauche Unterstützung.“
„Mir ist gerade alles zu viel.“
Das macht dich nicht schwach. Sondern menschlich.
Doch weiss ich, dass viele Frauen genau dort leise vor sich hin leiden.
Das bricht mir das Herz!
Und bitte lasst uns nicht vergleichen! Jede von uns hat ihren eigenen “Rucksack” und ihre eigene Lebensgeschichte.
Unterstützen wir einander doch.
5. „Ich muss einfach warten, bis es vorbei ist.“
Nein.
Du musst da nicht still und allein durch.
Wissen hilft.
Austausch hilft.
Unterstützung hilft.
Du darfst dir Unterstützung holen: Medizinisch, persönlich.
Lass dich nicht abwimmeln. Wenn du merkst, da stimmt etwas nicht, auch wenn all deine (Blut-)Werte “normal” sind, dann suche weiter. Dein Unwohlsein reicht. Punkt.
Und manchmal hilft bereits die Erkenntnis: „Andere erleben das auch.“
(Unser interaktiver Workshop “Her mit dem schönen Leben!” ist genau dafür gedacht.)
Denn ganz ehrlich:
Die Perimenopause kann super anstrengend und frustrierend sein!
Aber sie bedeutet nicht, dass du „schwierig“, „zu emotional“ oder „nicht mehr du selbst“ bist.
Vielleicht ist sie vielmehr eine Phase, in der dein Körper dich dazu zwingt,
nicht mehr dauerhaft über deine eigenen Grenzen hinwegzugehen.
Und vielleicht beginnt genau dort das Wichtigste überhaupt: Dich selbst ernster zu nehmen.
Mit mehr Verständnis.
Weniger Druck.
Und hoffentlich auch etwas mehr Mitgefühl für dich selbst.
Wie geht es dir da aktuell? Schreib mir ich antworte auf jede Nachricht.
P.S.: Wenn du in einer Beziehung bist, dann lies auch diesen Artikel und schicke ihn deinem Partner ;)
Ein kleiner Männer-Guide für die Perimenopause
Liebe Grüsse aus der Lebensmitte
Sabine

